Welche Marketing-Maßnahmen du feierlich zu Grabe tragen solltest, um Budget zu sparen!

Werf den ganzen unnötigen Ballast über Bord (Oder geht mit ihm unter!)

hast du auch das Gefühl, dass Im Marketing-Zirkus der letzten Jahre zu viele Clowns herumtanzen? Aber wer kann eigentlich noch profitabel ein Zelt bauen oder regelmäßig Kunden für den Zirkus gewinnen?

Wir feiern uns für Klicks, wir feiern uns über Impressionen und wir streicheln unsere Egos in LinkedIn, während die echten Gewinne leise im Keller sterben. Es ist nun dringend die Zeit, in dem wir die Abrissbirne schwingen dürfen. Endlich gehts los und weißte was? Ich freu mich drauf!

Wir hören Schritt für Schritt auf, Geld in brennende Mülltonnen zu werfen.

Es ist Zeit für ein ehrliches Begräbnis. Wir verabschieden uns heute von vier heiligen Kühen, die wir viel zu lange durchgefüttert haben. Also, pack die Schaufel aus:

1. Digitales Fastfood für... niemanden!

Erinnerst du dich an die Goldgräberstimmung so 2023/2024, als jeder dachte, er könne mit drei Prompts direkt Content machen und sogar Kunden gewinnen? Das Ergebnis ist eine digitale Mülldeponie. Das Internet ist voll von diesen Texten und Videos.

Warum es sterben muss: Die Leute riechen „KI-generiert“ mittlerweile gegen den Wind. Es ist wie billiges Parfüm, es überdeckt den Gestank von Faulheit nicht, es macht ihn nur deutlicher. Wer heute noch generischen 08/15-Content raushaut, signalisiert seinen Kunden nur eines: „Ihr seid mir nicht mal 10 Minuten echtes Nachdenken wert.“


  • Die Ersparnis: Streich das Budget für diese „Content-Fabriken“, die dir Texte und Videos für 500 Euro versprechen. Das ist kein Asset, das ist digitaler Sondermüll.

  • Der neue Weg: Radikale Menschlichkeit. Ein Absatz, der wirklich wehtut, eine Meinung, die polarisiert, oder eine Story, die man nicht vergessen kann, schlägt 10.000 generische Wörter. Qualität ist der neue Maßgeber. Vergiss aber auch nicht völlig die Quantität. 1 Beitrag im Monat oder sogar in der Woche ist meist ziemlich mager.


2. Die Geiselnahme ist vorbei

Wer lädt heute noch ein Whitepaper, Chekliste oder Template runter und gibt seine ECHTE Haupt E-Mail-Adresse an? Man nutzt dafür am besten „bitte-spam-mich-nicht@wegwerfmail.de“. Du auch? Dein Kunde auch.


  • Warum es sterben muss: Die Barriere zwischen dir und deinem Kunden ist kein „Qualitätsfilter“, sondern einfach eine Barriere. Du versuchst, eine Beziehung mit einer Erpressung zu starten: „Wissen gegen Daten“. Spoiler: Niemand mag Erpresser. In der Zeit, in der dein Lead das Formular ausfüllt, hat er bei deinem Konkurrenten auf YouTube schon die Lösung gefunden : Ohne seine Seele zu verkaufen.

  • Die Ersparnis: Lass die überteuerten Marketing-Automation-Lizenzen, die nur dazu da sind, Leute durch immer komplexere (und wirkungslosere) Funnels zu schleifen.

  • Der neue Weg: DIREKT ohne Wände. Gib dein bestes Zeug einfach so raus. Sei der Typ, der die Vorspeise verschenkt, weil er weiß, dass die Leute für das Drei-Gänge-Menü wiederkommen. Vertrauen skaliert schneller als jede E-Mail-Liste da draußen. Vertrau mir.


3. Der CPL-Fetischismus: Warum billige Leads dein Business abwürgen

Kommen wir zu meinem Lieblingsthema. Wenn mir noch ein Marketing-Fuzzi stolz erzählt, dass er den „Leadpreis auf 20 Euro gedrückt“ hat, raste ich aus.

Herzlichen Glückwunsch, du hast 1.000 Leute gekauft, die eigentlich nur z.B da Gratis-Gewinnspiel suchen, aber niemals dein B2B-Produkt kaufen werden. Ein niedriger CPL (Cost per Lead) ist oft NICHTS anderes als erfolgreicher Selbstbetrug.


  • Warum es sterben muss: Ein Lead ist kein Umsatz. Ein Lead ist eine Chance. Wenn die Qualität im Eimer ist, verbrennt dein Sales-Team wertvolle Lebenszeit mit Telefonaten, die so produktiv sind wie ein Gespräch mit einer Wand. Ein niedriger Leadpreis ist die Einstiegsdroge für unprofitable Unternehmen!

  • Die neue Goldregel: Hör auf, auf den Leadpreis zu starren. Starre auf den ROAS (Return on Ad Spend). Es ist völlig egal, ob ein Lead 50 Euro oder 500 Euro kostet, solange die Rechnung am Ende aufgeht. Beispiel: Du gibst zwar 300€ für einen Lead aus (was relativ teuer ist), bekommst aber 6000€ als Auftragswert zurück, dann sind dir die 300€ relativ egal.

  • Der neue Weg: Optimiere auf Kaufabsicht, nicht auf Klicks. Lieber 10 Leads, die brennen, als 1.000, die nur mal gucken wollen. Glaub mir.


4. Die Verbannung der Influencer-Parasiten

Influencer-Marketing in seiner klassischen Form ist die größte Geldwaschanlage der Neuzeit. Wir bezahlen Menschen dafür, dass sie unser Produkt in die Kamera halten, während sie im nächsten Frame schon wieder für das Konkurrenzprodukt oder eine dubiose Krypto-App werben.


  • Warum es sterben muss: Die meisten Influencer sind die „modernen Bettler“ des 21. Jahrhunderts – nur dass sie statt einem Pappbecher ein iPhone in der Hand halten. Sie verkaufen keine Produkte, sie verkaufen die Illusion von Nähe. Die Glaubwürdigkeit ist bei null. Warum willst du deine seriöse Marke neben jemanden stellen, dessen größte Lebensleistung ein Hochformat-Video ist?

  • Die Ersparnis: Kündige die Kooperationen mit jedem, der mehr über seine Provisionen nachdenkt als über dein Produkt. Kündige jedem, der keine Ahnung von deinem Handwerk hat.

  • Der neue Weg: Experten-Auswahl. Such dir echte Partner. Ingenieure, Nerds, Handwerker. Leute, die vielleicht keine Million Follower haben, aber deren Wort in ihrer Nische Gesetz ist. Ein IT-ler, der sagt „Das ist technisch brillant“, ist 1.000-mal mehr wert als ein Model, das „I love ittttt, guys!“ in die Frontkamera sagt.


Fazit: Werde schmaler, härter und echter

Viele Selbständige da draußen machen sinnloses Marketing. Das Licht ist an, aber die Musik spielt einfach nicht (in den Köpfen deiner Zielgruppe). Wer jetzt weitermacht wie bisher, wird einfach nur leise verschwinden. Irgendwo zwischen 2027 und 2028 wahrscheinlich.

Mein Rat für diese Ausgabe: Geh mit der Axt durch deine (digitale) Marketing Abteilung Streich alles, was sich „irgendwie gut anfühlt“, aber keinen echten ROAS liefert. Sei bereit, Leute zu kitzeln. Sei auch mal bereit, Kanäle zu schließen.

Ein schlankes, aggressives Marketing-Monster schlägt jedes Mal den fetten und vor allem träges Werbesystem.

Lass die Toten ruhen. Wir haben Besseres vor.

PS: Es gibt noch mehr Marketing-Maßnahmen, auf die verzichten solltest. Welche? Verrate ich dir vielleicht persönlich 1:1.

Dein Tobias

Lust auf ein wenig persönliche Optimierung? Schick mir deine aktuelle Liste an Marketing-Kanälen. Ich sage dir in zwei Sätzen, welchen du sofort beenden solltest und wo du stattdessen ausbauen solltest. Schreib mir einfache eine Mail oder DM auf LinkedIn!